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4 überraschende Fakten, wie wir Sprachen lernen

4 überraschende Fakten, wie wir Sprachen lernen

Über das Fremdsprachenlernen existieren eine ganze Menge Mythen: Dass man so jung wie möglich damit beginnen muss, dass Ältere Schwierigkeiten haben, noch einmal eine neue Sprache zu lernen, oder dass es eine Grenze dafür gibt, mit wie vielen unterschiedlichen Sprachen unser Gehirn überhaupt klarkommt.

EF gibt es bereits seit über 50 Jahren. Wir testen alle unsere SprachschülerInnen vor und nach ihrem Sprachkurs im Ausland. Dadurch haben wir einzigartige Einsichten gewonnen, wie Menschen eine Fremdsprache erlernen.

Wir haben uns die Ergebnisse der Sprachschüler angeschaut, die in den vergangenen zwei Jahren an einer von unseren 50 Sprachschulen auf der ganzen Welt eine Sprache gelernt haben, und dabei haben sich die folgenden, faszinierenden Einsichten herauskristallisiert – die übrigens zeigen, dass viele der gemeinhin angenommenen Fakten über das Erlernen einer Fremdsprache zumindest ergänzt werden müssen. Manche werden sogar komplett auf den Kopf gestellt!

1. Das Eintauchen in eine Fremdsprache vor Ort ist eine besonders effektive Methode, um eine neue Sprache zu erlernen

Menschen, die noch nie zuvor mit der neuen Sprache zu tun hatten, machen in den ersten Wochen ihres Auslandsaufenthalts die grössten Fortschritte, und zwar grössere als alle anderen Sprachschüler mit Vorkenntnissen. Man könnte ja erwarten, dass das Eintauchen in eine komplett fremde Sprache die Totalanfänger einschüchtert, aber das scheint für die meisten nicht der Fall zu sein.

Unsere Daten zeigen, dass dein Lernerfolg kräftig angekurbelt wird, wenn du ins Ausland gehst, um eine Sprache von Grund auf zu lernen. Und dabei kommt es nicht darauf an, wie jung oder alt du bist. Diese Erkenntnis sollte Eltern beruhigen, die sich vielleicht Sorgen machen, wenn ihr Kind ohne Vorkenntnisse ins Ausland geht. Ausserdem eine gute Nachricht für alle Erwachsenen, die das Gefühl haben, der Zug wäre für sie sozusagen bereits abgefahren, denn auch sie können nach wie vor eine neue Sprache lernen.

2. Junge Erwachsene sind besonders gut gerüstet, um neue Sprachen schnell zu erlernen

SprachschülerInnen zwischen 20 und 30 lernen im Ausland eine Fremdsprache schneller als jede andere Altersgruppe. Das liegt einerseits daran, dass Menschen in diesem Alter sich sowohl mit Lerntechniken als auch mit Grammatik an sich vertraut sind. Beides hilft, neue Sprachen schneller zu erlernen. Hinzu kommt, dass sie normalerweise von einer hohen externen Motivation angetrieben werden, weil eine Fremdsprache für ihr Studium oder die erhoffte Karriere wichtig ist. Eine Fremdsprache zu beherrschen, besonders natürlich Englisch, ist beim Studium stets von Vorteil und verspricht darüber hinaus ein höheres Einkommen, wenn man im Beruf steht.

Die Unterschiede in der Lerngeschwindigkeit zwischen den verschiedenen Altersgruppen sind aber grundsätzlich geringer als häufig angenommen. Unsere Daten zeigen, dass die Sprachkenntnisse sich ab dem späten Teenageralter bis ins Erwachsenenalter grob gesagt gleich schnell entwickeln. Interessanterweise gilt das dann erneut für die Altersgruppe zwischen 50 und 80 Jahren, wenn sie noch einmal eine neue Fremdsprache lernen. Wenn du also nicht zu denen gehörst, die schon ganz früh und jung damit angefangen haben, wird dich ein Sprachaufenthalt in einem Land, wo diese Sprache gesprochen wird, dennoch bis weit ins Rentenalter rasch voranbringen.

3. Männer und Frauen lernen Sprachen mit der gleichen Geschwindigkeit

Die Forschung hat gezeigt (und so auch unsere eigene Studie zu Englischkenntnissen), dass es bei den Fremdsprachenkenntnissen Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, wobei Frauen im Grossen und Ganzen über bessere Kenntnisse verfügen und auch eine höhere Motivation aufweisen, Fremdsprachen zu lernen. Aber die gute Nachricht für Männer, die einen Sprachkurs im Ausland machen: Wenn man sich nur die Menschen anschaut, die Fremdsprachen vor Ort lernen, zeigt sich kein grundsätzlicher Unterschied in den Lerngeschwindigkeiten von Männern und Frauen.

Was unsere Daten allerdings zeigen: Männliche Sprachschüler entscheiden sich tendenziell für längere Sprachaufenthalte und machen dadurch schliesslich auch grössere Fortschritte. Das sollte besonders die Eltern weiblicher Sprachschüler interessieren, denn offenbar lohnt es sich, in längere Kurse zu investieren, um sicherzugehen, dass auch die Mädchen und jungen Frauen alles aus ihrem Sprachaufenthalt im Ausland herausholen und ihre Fremdsprachenkenntnisse ebenso erweitern wie ihre männlichen Kollegen.

4. Wenn du eine Fremdsprache beherrschst, wird es leichter, noch eine zweite zu lernen – oder: wenn du zweisprachig bist, fällt auch das Erlernen einer dritten Sprache leichter

Unsere Daten zeigen auch, dass SchülerInnen aus Ländern, in denen das Bildungssystem den Erwerb von zwei oder mehr Sprachen vorsieht, schneller lernen als jene aus Ländern, in denen nur eine einzige Sprache vorherrscht. Andere Forschungsergebnisse bestätigen dies: Es wird einfacher, eine dritte Sprache zu lernen, wenn man bereits zwei beherrscht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Gehirne dieser Menschen bereits darauf trainiert sind, mehr als eine Sprache zu lernen (und auch zu benutzen), und es ihnen dadurch etwas leichter fällt, noch eine weitere dazuzulernen.

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